Geschichte
Zwischen 1907 und 1909 entstand das Bad, zu dessen Ausstattung ein 9 x 20 Meter großes Schwimmbecken, medizinische Bäder, Wannen- und Brausebäder, eine Wäscherei sowie ein Restaurant gehörten. Hier erlernte im Laufe eines Jahrhunderts ein Großteil der Jenaer Bürgerinnen und Bürger nicht nur das Schwimmen, sondern traf sich überaus gerne zum Saunabesuch, zum Baden und zum Unterhalten.
Doch 2001 wurde das Volksbad als öffentliche Schwimmhalle geschlossen, und dem denkmalgeschützten Wassertempel drohte ein ungewisses Schicksal. Ein Zufall sollte das Blatt wenden. Das Theaterhaus Jena bekam in der Spielzeit 2003/2004 neue Elektroleitungen, wollte und konnte den Spielbetrieb aber nicht einstellen. Warum nicht das leerstehende Volksbad als Ausweichspielstätte in Erwägung ziehen? Die Idee begeisterte und schien einfach genial. Es folgten Theater in Bewegung, Kunstmarkt, Konzerte und Lesungen - und alles so erfolgreich, dass die künftige Nutzung durch praktische Erprobung gefunden war. Fortan war klar, dass die Stadt das Volksbad zu einem neuen Veranstaltungsort umbauen würde, der moderne zeitgemäße Ausstattung mit dem Erhalt des historischen Ambientes verbinden sollte. Schöner als je zuvor wurde am 30. November 2007 das Volksbad wiedereröffnet.
98 Jahre nach seiner ersten Eröffnung erhielt das historische Gebäude ein zweites Leben. Neben den Veranstaltungen in der Badehalle gehören zu den neuen Nutzern die Geschäftsführung des kommunalen Eigenbetriebes JenaKultur, der Fundus der Städtischen Museen, die Volkshochschule Jena sowie die Archäologen der Stadt Jena.
